Was ist Betreutes Wohnen?
Betreutes Wohnen (auch: Service-Wohnen oder Seniorenwohnen) bezeichnet eine Wohnform, bei der ältere Menschen in einer barrierefreien eigenen Wohnung in einer speziellen Anlage leben. Die Anlage bietet Grundleistungen wie einen 24-Stunden-Notruf, Gemeinschaftsräume und oft Veranstaltungen — aber keine vollständige Pflege.
Der entscheidende Unterschied zum Pflegeheim: Sie wohnen selbstständig. Pflege wird nur bei tatsächlichem Bedarf zugekauft — über einen ambulanten Pflegedienst, der direkt in die Wohnung kommt.
Hinweis: Der Begriff "Betreutes Wohnen" ist rechtlich nicht geschützt. Leistungen und Qualität variieren erheblich. Ein genaues Studium des Servicevertrags ist unbedingt empfohlen.
Was bietet Betreutes Wohnen typischerweise?
Grundleistungen (im Mietpreis oder Servicepauschale enthalten)
- Barrierefreie Wohnung (ebenerdige Dusche, breite Türen)
- 24-Stunden-Notruf
- Hausmeisterservice
- Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsveranstaltungen
- Beratungsangebot durch sozialen Dienst
Wahlleistungen (gegen Aufpreis)
- Mahlzeiten (Mittagstisch, Catering-Service)
- Wäscheservice
- Haushaltshilfe
- Ambulante Pflege (vom Anbieter oder eigenem Pflegedienst)
- Fahrdienste und Begleitung
Was kostet Betreutes Wohnen?
| Kostenpunkt | Typischer Bereich |
|---|---|
| Miete (1–2-Zimmer, barrierefrei) | 800 – 1.800 €/Monat |
| Servicepauschale (Grundleistungen) | 100 – 300 €/Monat |
| Mahlzeiten (optional) | 5 – 12 €/Mahlzeit |
| Ambulante Pflege (bei Bedarf) | je nach Pflegegrad, Pflegekasse zahlt |
Insgesamt: ohne Pflege 900–2.100 €/Monat Grundkosten. Die Pflegekasse übernimmt Miet- und Servicekosten nicht — aber alle regulären Pflegeleistungen wie Pflegegeld oder Sachleistungen für ambulante Pflege stehen weiter zur Verfügung.